E-Sport ist kein Sport – ein Statement

Am 21.08.2019 fand die weltgrößte Gamesmesse in Köln statt; die GamesCom. Eine Messe, an der tausende Gamer und Interessierte teilnehmen. Unter diesen Gästen finden sich auch zahlreiche E-Sportler wieder.
Die Fangemeinde ist groß und die Videospielindustrie noch größer. Aber, sind Videospiele wirklich nur bloßer Zeitvertreib oder steckt doch mehr dahinter?
Der Olympische Sportbund hatte nun ein Gutachten vorgelegt aus dem hervorgeht, dass E-Sport kein Sport im engeren Sinne ist. Begründet wurde dies damit, dass „keine Anforderungen an die Körperlichkeit“ vorliegen würden.
Wir von den Jungen Liberalen Kassel sehen dies jedoch anders. Beachtet man, dass Schach noch immer als Sportart angesehen wird stellt sich uns die Frage, wo da der Unterschied gemacht wird. Bei Spielen wie StarCraft tätigen die Spieler hunderte Tastenanschläge pro Minute. Dazu kommt die immense Konzentrationsfähigkeit, die jeder Spieler während eines Spiels aufbringen muss.
Außerdem sehen wir auch den Teamgeist an oberster Stelle. Die Spieler sind ein eingespieltes Team – ohne die richtige Kommunikation und Teamgefühl läuft während eines Spiels nichts. Jeder ist auf die Anweisungen und Reaktionen der Teampartner angewiesen und nur so können überhaupt Turniere gespielt werden. Sieht man sich die Fans auf Turnieren an könnte man meinen, man würde sich ein Bundesligaspiel ansehen. Nicht nur die Spieler sind Feuer und Flamme – sie reißen auch andere über Stunden hinweg mit.
Die Gamingbranche ist nicht nur ein Faktor der Unterhaltung, sondern auch wirtschaftlich sehr interessant.
Zu sagen, dass etwas kein Sport ist, weil nicht der ganze Körper eingebracht wird, sehen wir sehr kritisch. Gerade in einer Zeit, in der die Digitalisierung mehr und mehr für Aufsehen sorgt, sollten wir auch E-Sport mehr Beachtung schenken und hinter die Klischees blicken.
Es wird Zeit, dass E-Sport in Deutschland als Sportart anerkannt wird, ebenso, wie Schach anerkannt ist.